Elektrogesetz 2006
Die Rücknahme von Elektro- und
Elektronik Altgeräten

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Das 2006 ins Leben gerufene Elektrogesetz (ElektroG), regelt die Rücknahme von ausgedienten Elektro- und Elektronikgeräten. Der Verbraucher kann bei speziellen Annahmestellen, den so genannten Elektro- oder Elektronikschrott kostenlos abgeben. Da in der gesamten EU ca. 7 Millionen Tonnen an unbrauchbaren Elektro- und Elektronikaltgeräten anfallen, musste ein für den Verbraucher eine unkomplizierte Rückgabe- oder Entsorgungsmöglichkeit gefunden werden. Pro Einwohner in Deutschland ist das ca. 4 kg Elektro- bzw. Elektronikschrott pro Jahr. Elektro- und Elektronikschrott ist der Müll der zurzeit am schnellsten wächst.

Ausgediente Fernsehgeräte, Computer, Telefone, Akkuschrauber, DVD-Player, Hifi Anlagen, Lampen, Leuchten oder auch elektrische Küchengeräte gehören nicht in den Restmüll. Der Elektronikschrott wird von den Kommunen getrennt gesammelt und von Spezialbetrieben fach- und umweltgerecht entsorgt. Dabei soll ein möglichst hoher Anteil wiederverwertet werden. Für den Endverbraucher bedeutet dies, dass sein ausgedientes Altgerät auf keinen Fall in der Hausmülltonne entsorgt werden darf. Zur Entsorgung muss das Elektroaltgerät an eine kommunale Sammelstelle gebracht werden. Der Verbraucher kann aber beim Neukauf eines Ersatzgerätes auch das Angebot eines Fachhändlers annehmen, das dieser sein Altgerät fachgerecht entsorgt, oder im einem günstigen Fall in Zahlung nimmt. Der Fachhändler ist dazu jedoch nicht verpflichtet.

Das neue Elektrogesetz betrifft hauptsächlich die Hersteller von Elektro- und Elektronikgeräten. Bei den meist ausländischen Produkten und Produzenten ist der Importeur verantwortlich. Die späteren Entsorgungskosten zahlt derjenige, der ein Gerät zuerst in den Verkehr bringt. Der normale Fachhändler ist das nicht. Natürlich müssen die Hersteller oder Importeure die späteren Entsorgungskosten auf den Verkaufspreis aufschlagen. Zusätzlich müssen sie nachweisen, dass sie ihren Entsorgungspflichten später nachkommen werden. Können die Hersteller oder Importeure das nicht nachweisen, dürfen diese Produkte nicht im Handel verkauft werden. Der Fachhändler muss prüfen, ob seine Lieferanten die Bedingungen des Elektro- und Elektronikschrottgesetzes erfüllen.

Ferner dürfen in Zukunft in den Elektrogeräten keine umweltgefährdenden Stoffe enthalten sein. In Elektronikgeräten dürfen ab 2006 nur noch bleifreie Lötverbindungen verwendet werden. Die Verordnung regelt das RoHS (Reduction of Hazardous Substances), welches bestimmte umweltschädliche Stoffe in den Geräten verbietet, oder zumindest beschränkt.

Leider liest man immer wieder, dass ein Großteil des Elektroschrotts nicht ordnungsgemäß recycelt wird, sondern illegal nach Asien oder Afrika verschifft wird. Dort schlachten Menschen die Geräte aus, um an die kostbaren Edelmetalle heranzukommen. Das sind die Nachteile des Wegwerfwahnsinns in den westlichen Konsumgesellschaften und in den Entwicklungsländern landet der Schrott billig in irgendeiner Kuhle und vergiftet dort die Umwelt und die Menschen.

Elektrogesetz 2006

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©MH-Anlagentechnik GmbH Update 01.04.2010

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