Sicherheitsprüfung von elektrischen Geräten
- Geräteschutzklassen -

- Startseite > - TV Reparatur - - Infos -

Die physiologischen Auswirkungen eines elektrischen Stromschlages beim Menschen sind heutzutage weitgehend erforscht. Durch Herzkammerflimmern entstehen bei einer elektrischen Körperdurchströmung die meisten Todesfälle. Die Auswirkungen eines Stromschlages hängen von der Stromstärke, den Weg des Stroms durch den Körper und den physikalischen Eigenschaften des Stromes ab, ob Gleichstrom, Wechselstrom und unterschiedlicher Art und Frequenz. Am gefährlichsten ist es, wenn der Strom von der linken Hand zu beiden Füßen verläuft. Manche Techniker stecken deshalb ihre linke Hand in ihre Hosentasche wenn es unvermeidlich ist, an Geräten unter elektrischer Spannung zu arbeiten.

Die Wahrnehmungsschwelle des elektrischen Stroms liegt beim Menschen bei 0,5mA. Ab 30mA wird es für den Menschen lebensgefährlich, und deshalb schalten Fehlerstromschutzschalter (FI oder RCD) ab 30mA Fehlerstrom innerhalb von ca. 30ms die Spannungsquelle ab.

Um einen störungsfreien und vor allem elektrisch sicheren Betrieb elektrischer Betriebsmittel zu gewährleisten, müssen die elektrischen Geräte turnusgemäß auf Betriebssicherheit geprüft werden. Dazu gehören elektrische Werkzeuge, Haushaltsgeräte, Geräte der Unterhaltungselektronik, PC usw. Ortsfeste Betriebsmittel werden mit einem Installationstester gemessen und geprüft, tragbare Betriebsmittel die mit einem Steckeranschluss versehen sind, werden mit einem Gerätetester geprüft. Im Rahmen der Unterhaltungselektronik und Informationstechnik kommen fast nur die tragbaren Betriebsmittel in Betracht.

Die Anzahl der ortsveränderlichen elektrischen Geräte hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Dadurch sind die möglichen Gefahren ebenfalls gestiegen. Arbeitgeber, Vorgesetzte und Geschäftsführer sind verpflichtet elektrische Betriebsmittel regelmäßig auf Sicherheit prüfen zu lassen. Eine Nichtbeachtung kann versicherungsrechtliche Auswirkungen nach sich ziehen. Beispiel: Ein Arbeitnehmer erleidet durch eine defekte Bohrmaschine einen elektrischen Schlag. Bringen Privatleute ihre elektrischen Geräte zur Reparatur in eine Werkstatt, so muss ebenfalls geprüft werden. Die Prüfung wird nach den VDE Vorschriften 701 und Wiederholungsprüfung VDE 702 und nach der neuen Betriebssicherheitsverordnung BGV A3 durchgeführt. Was beim Prüfen nach diesen Vorschriften zu messen ist, hängt von den unterschiedlichen Geräteschutzklassen ab.

Betriebsmittel der Schutzklasse 0

Bei diesen Betriebsmittel beruht der Schutz gegen einen elektrischen Schlag nur eine einfache Basisisolierung, vorausgesetzt das sich in der unmittelbaren Umgebung keine leitfähigen Teile mit Erdpotenzial befinden. Als Beispiel sei ein nichtleitener Raum (spezielle Labore) genannt.

Geräteschutzklasse I

Geräte der Schutzklasse 1 sind Geräte die nur eine Basisisolierung haben, und ein zusätzlicher Schutz durch eine Leitungsverbindung vom Schutzleiter der festen Elektroinstallation zum Körper des Betriebsmittels besteht. In der Elektrotechnik ist ein Körper ein leitfähiges Gehäuse, das im Normalfall keine Spannung führt, aber im Fehlerfall unter Spannung stehen kann. Alle diese Geräte haben einen Schutzleiter, wie z.B. Toaster, Kühlschränke, Computer, Waschmaschinen, Wasserkocher usw. Die Geräte haben alle den dreipoligen Schukostecker (Schutzkontaktstecker).

Werden elektrische Betriebsmittel der Schutzklasse I nur mit einer zweiadrigen Anschlussleitung versehen, entsprechen diese Betriebsmittel nur noch der Schutzklasse 0 !

Geräteschutzklasse II

Alle handgeführten Geräte müssen der Schutzklasse II entsprechen. Dazu gehören Mixer, Handbohrmaschinen, Brotschneidemaschinen, Rasenmäher usw. Die Geräteschutzklasse II zeichnet sich durch die Basisisolierung und einer zusätzlichen verstärkten Isolierung aus. Diese Geräte sind an keinem Schutzleiter angeschlossen. Das Zeichen für schutzisolierte Geräte ist ein Quadrat in einem Quadrat. Geräte der Unterhaltungselekronik wie DVD Player oder Videorecorder haben ein Metallgehäuse, sind durch ein galvanisch getrenntes Netzteil schutzisoliert. Diese Geräte sind häufig mit dem zweipoligen Euronetzstecker ausgerüstet. Handgeführte Geräte wie Staubsauger oder Rasenmäher haben einen Netzstecker der einem Schukostecker ähnlich ist, jedoch fehlt bei der Schutzklasse II der beidseitige Schutzkontaktstreifen. Im Gegensatz zum Euronetzstecker hat dieser einen festeren Halt in der Steckdose. Nässe kann diesen Fehlerschutz beeinträchtigen.

Geräteschutzklasse III

Die Geräte der Geräteschutzklasse III sind eine Sonderform der Schutzklasse II. Diese Geräte liefern alle eine geringe Spannung bis 50 Volt , dazu gehören Akku-Ladegeräte, Trafos für Hobbyeisenbahnen usw. Es dürfen keine anderen Spannungen vorhanden sein.

Elektrische Prüfung in Berlin durch die MH-Anlagentechnik GmbH

- Startseite > - TV Reparatur - - Infos -

© MH-Anlagentechnik GmbH Letzte Änderung 05.02.2009
Tel.: 030-45 48 22 81

nach oben