HDTV Einführung,
deutsch-franz. TV Kanal Arte als Vorreiter

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Schon seit Anfang der Neunziger Jahre wird auch in Europa in der Fernsehtechnik von HDTV gesprochen. HDTV kommt aus dem Englischen und bedeutet High Definition Telelevision, das bedeutet hochauflösendes Fernsehen und bietet dem Fernsehzuschauer ein wesentlich schärferes Bild, welches besonders auf großen Flachbildschirmen gut ankommt.

In Deutschland und in vielen anderen Ländern wird seit Beginn des regelmäßigen Fernsehens in den fünfziger Jahren mit 625 Zeilen und 25 Vollbildern gesendet. Mit dieser Norm hatte man einen guten Kompromiss zwischen der Auflösung des Bildes und der vorhandenen Kanalbandbreite. Die Entwicklung vom Schwarzweiss zum Farbfernsehen wurde innerhalb dieser vorgegebenen Norm hervorragend gemeistert. Die Pal-Farbfernsehnorm wurde in Deutschland entwickelt und als Farbfernsehen mit bester Qualität weltweit bezeichnet.

Es gab aber immer Versuche oder Bestrebungen die Auflösung des Fernsehbildes, also eine Bildqualität mit größerer Schärfe zu entwickeln. Ziel ist es etwa mit 1250 Zeilen, also das doppelte der bisherigen Norm zu senden. Große Bildschirme und Beamer bringen dann schärfere Bilder, und vermitteln ein Kinoerlebnis. Vorreiter waren die Japaner die bereits ab 1978 einen Sender mit hochauflösenden Fernsehbildern analog betrieben. Auch in den USA wurden verschiedene Versuche mit unterschiedlichen Normen durchgeführt.

In Europa versuchte man Ende der achtziger Jahre HDTV durchzusetzen und zum Erfolg zu bringen. Viele kennen vielleicht den Begriff D2MAC aus dem später HDMAC werden sollte. Außer das viel Geld, unter anderem auch viele Steuergelder verpulvert wurden ist nichts passiert, und das ganze wurde zum HDTV-Desaster. Die europäische Geräteindustrie, die es heute fast nicht mehr gibt, konnte keine HD-Geräte mit großen Bildschirmen liefern. Es war ja auch mit der klassischen Bildröhre kaum möglich. Sendungen und Spielfilme standen in einer entsprechenden Norm nicht zu Verfügung, und den Fernsehzuschauer interessierte HDTV auch nicht besonders. Der war mit den Bildern aus einem VHS-Videorecorder zufrieden. Der Zuschauer wollte zu diesem Zeitpunkt in den neunziger Jahren möglichst viele Fernsehprogramme empfangen, was durch Satelliten- und Kabelfernsehen auch ermöglicht wurde. Langsam gewann das 16:9 Breitbild jedoch Marktanteile, und mit der Pal-plus Technologie wurde das analoge Fernsehbild im 16:9 Format noch verbessert.

Anfang des 21. Jahrhunderts gab es wieder große Veränderungen in der Unterhaltungselektronik. Die deutsche, aber auch europäische Geräteindustrie mit zahlreichen Arbeitsplätzen verschwand vom Markt; heutzutage sind auf Funkausstellungen fast nur noch fernöstliche Firmen zu finden. Gleichzeitig wurde die Digitalisierung des Fernsehens vorangetrieben und setzte sich durch. Bis 2010 sollen alle analogen Fernsehsender abgeschaltet werden. Die Bildröhren-TV- Geräte werden durch schmale Plasma- und LCD-Bildschirme ersetzt, und es ist nun möglich große Bildschirme herzustellen auf denen dann HDTV Bilder hervorragend zu sehen sind. Heute sind über Satellit bereits einige HDTV Programme teils verschlüsselt zu empfangen. Die Empfangsqualität hängt jedoch stark vom eingesetzten Sat-Receiver ab. Vor einem evt. Kauf sollte man sich gut beraten. Stand Herbst 2007

Der deutsch-franz. TV-Kanal Arte will als erster öffentlich rechtlicher Sender ab 2008-2011 das hochauflösende Fernsehen HDTV schrittweise einführen. ARD und ZDF planen regelmäßige Sendungen zwischen 2011-2012. Die Umstellung ist jedoch für die Sender sehr teuer, weil die Sendetechnik komplett umgestellt werden muss. ARD und ZDF sind zudem Sender mit vielen tagesaktuellen Inhalten. Ein Privatsender der nur Filme ausstrahlt hat es dagegen einfacher, dieser wird aber vom Publikum mittels Verschlüsselung extra bezahlt werden müssen. Wie viele HD-Sendungen dann wirklich ausgestrahlt werden bleibt erstmal abzuwarten. Auf der Funkausstellung in Berlin im August 2007 konnte man bei einer öffentlich rechtlichen HDTV-Versuchsendung über Satellit noch ein leichtes Ruckeln im bewegten HDTV-Bild beobachten. Darbietungen auf großen Flachbildschirmen mit hochauflösenden Superbildern kamen immer noch von einem Computer.

Die öffentlichen rechtlichen Sender haben also noch etwas Zeit genügend Filme in HDTV zu produzieren. Anders ist die Umstellung auch finanziell nicht zu bewerkstelligen, sonst müssten die Gebühren angehoben werden, was auch kein Zuschauer möchte. Jedenfalls das 16:9 Breitbild setzt sich jetzt sendeseitig durch, die neuen Flachbildfernseher gibt es ab einer Größe von ca. 20 Zoll ( ca.50cm ) auch nur noch im 16:9 Breitbildformat zu kaufen.

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© MH-Anlagentechnik GmbH - Letzte Änderung 01.04.2010

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