Plasma-TV,Reparatur

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Bei den Fernsehgeräten mit einem Flachbildschirm stehen sich zwei verschiedene Technologien gegenüber, einmal die Plasma-Technologie und die LCD-Technologie ( LCD = Liquid Crystal Display ). Im Volksmund spricht man von Plasma-TV,LCD-TV oder auch Fachbildschirmgerät. Die verschiedenen Technologien haben Vor- und Nachteile. Gemeinsam ist aber, daß es bei den Bildschirmgrößen ab 20 Zoll nur noch Bildschirme im 16:9 Breitbildformat gibt. Gerade die öffentlich rechtlichen Sender strahlen immer mehr Programme im 16:9 Format aus, so das man sagen kann, dass sich das Breitbildformat durchgesetzt hat. Der Zuschauer muss beim Kauf eines solchen Fernsehgerätes auf die richtige Bildschirmgröße achten. Die Faustformel "Bildschirmdiagonale X 5 = idealer Betrachtungsabstand" ist veraltet und galt für die Fernsehgeräte im 3:4 Bildschirmformat. Bei 16:9 Bildschime ist der Faktor 5 durch 2,5 ersetzt worden. Das bedeutet bei einem Betrachtungsabstand von ca. 2,5 - 3 Metern sollte man eine Größe von 42 Zoll oder 107 cm Bildschirmdiagonale nehmen.

Die Plasma- und LCD-Technologie unterscheidet sich deutlich von den bisherigen Fernsehgeräten mit einer Bildröhre. Der Plasma-Bildschirm besteht aus sehr vielen Bildkammern. Drei solcher Kammern ergeben ein Pixel oder einen Bildpunkt, der Rot, Grün, oder Blau leuchten kann. Durch additive Farbmischung werden andere Farben, sowie Weiß und Schwarz erzeugt. In jeder Kammer befindet sich ein Gemisch aus den Edelgasen Neon und Xenon, allerdings mit einem sehr hohen Unterdruck, so dass man schon fast von einem Beinahe-Vakuum sprechen kann.

Ein Transistor zündet das Gas mit einigen hundert Volt elektrischer Spannung in einer Bildkammer. Das Gas wird kurzzeitig ionisiert und wird zum Plasma, griechisch Gebilde. Die drei Grundfarben Rot, Grün, Blau werden durch verschiedene Leuchtstoffe aus Phosphor erzeugt. Die Dauer der Zündung einer Bildkammer ist variabel, dadurch werden Helligkeitsunterschiede erreicht. Hinter den einzelnen Kammern befindet sich eine Art Gitter aus vertikalen Adress-Elektroden und horizontalen Line-Elektroden. Jeder Kreuzungspunkt des Gitters steuert separat jede einzelne Bildkammer nach dem Multiplexverfahren. Das Multiplexverfahren ermöglicht es mehrere Signale zusammenzufassen, um LC- LED oder Plasma Bildschirme bzw. Displays anzusteuern.Ein großer Vorteil des Plasma Bildschirms ist eine große Bildfläche bei sehr geringer Tiefe. Durch hohe Kontrastwerte lässt sich der Plasmabildschirm auch in heller Umgebung nutzen. Eine Beeinflussung durch Magnetfelder wie bei den herkömmlichen Bildröhren ist nicht gegeben.

Öffnung eines Plasma TV Gerätes in der Werkstatt

Die Farbwiedergabe ist oft besser als bei LCD Geräten, ferner kann gegenüber LCD- Geräten ein Tiefenschwarz wiedergegeben werden. Bei großen Bildschirmgrößen ab 42 Zoll ist allerdings die Wiedergabe von weißen Flächen auch bei Markengeräten etwas problematisch. ( Stand Ende 2006 ). Besonders auffällig ist dieser Effekt bei Wintersportveranstaltungen bei denen der Schnee nicht richtig weiß wiedergeben wird. Der Stromverbrauch von einem großen Plasma-TV ist zu berücksichtigen

In den ersten 300 Stunden nach Kauf eines Gerätes ist eine erhöhte Einbrenngefahr gegeben, deshalb sollten keine Standbilder oder Einstellmenüs längere Zeit wiedergeben werden. Auch darf das Gerät nicht längere Zeit im 3:4 Bildmodus betrieben werden. Gute Hersteller verwenden im 3:4 Bildmodus einen grauen Rand.

Der Express-Fernsehdienst in Berlin-Wedding reparierte Plasma- und LCD-Fernsehgeräte, egal um welche Fabrikate es sich handelte bis März 2010. Durch einen rasanten Technologiewandel mit einem gleichzeitigen Preisverfall ist die Reparatur von Plasma TV-Geräten nicht mehr wirtschaftlich und wurde Ende März 2010 aufgegeben. Die bereits 2006 gegründete MH-Anlagentechnik GmbH arbeitet in einer interessanten Zukunftsbranche. Siehe Startseite.

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© MH-Anlagentechnik GmbH - Letzte Änderung 01.04.2010

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